Mit großer Zufriedenheit blicken wir als Kompetenznetzwerk Wasser und Energie e.V. auf ein ebenso inspirierendes wie richtungsweisendes 6. Hofer Energiesymposium zurück. Gemeinsam mit dem Institut für Wasserstoff- und Energietechnik (iwe) der Hochschule Hof haben wir erneut eine Plattform geschaffen, die Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Energieversorgung und Politik zusammenführt – und die Bedeutung innovativer Energietechnologien für die gesamte Region Oberfranken eindrucksvoll unterstreicht.

Schon in den Grußworten von Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann, Präsident der Hochschule Hof, und Angela Bier, zweiter Bürgermeisterin der Stadt Hof, wurde klar: Die Transformation des Energiesystems ist nicht nur eine nationale Aufgabe, sondern erfordert starke regionale Kooperationen. Genau hier setzt das Energiesymposium an – als Brücke zwischen Forschung, Praxis und Politik und als Katalysator für tragfähige Zukunftslösungen.
Wasserstoff im Rampenlicht – Schlüssel zur „Molekülwende“
Ein besonderes Highlight war die zentrale Keynote von Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner (OTH Regensburg). Unter dem Titel „Wasserstoff und Power-to-X im Hochlauf: Herausforderungen und Lösungen“ bot er einen tiefgehenden Einblick in den aktuellen Stand und die Perspektiven der Wasserstoffwirtschaft.
Er machte deutlich, dass die Energiewende nur ganzheitlich gedacht erfolgreich sein kann: mit hoher Energieeffizienz, vollständig erneuerbarem Strom, umfassender Elektrifizierung – und einer starken Rolle von Wasserstoff. Während die „Elektronenwende“ im Stromsektor bereits zu großen Teilen gelungen sei, stehe die „Molekülwende“ in Bereichen wie Industrie, Wärme und Verkehr noch am Anfang.
Zum Erreichen der Klimaziele sei daher entscheidend, die Produktion von grünem Wasserstoff entschlossen voranzutreiben und gleichzeitig industrielle Nachfrage gezielt zu stärken. Besonders erfreulich für uns als Kompetenznetzwerk: Prof. Sterner bezeichnete Oberfranken als „Leuchtturm Bayerns“ in Sachen Wasserstoff – ein klares Zeichen dafür, dass die Region mit ihren Projekten, Initiativen und Forschungsaktivitäten auf dem richtigen Weg ist.
Vielfalt der Themen – Tiefe der Diskussionen
Nach der Keynote ging das Symposium in drei parallele Sessions über, die ein breites Spektrum energietechnischer Innovationen abdeckten:
- Thermische Energietechnik
- Energy-Sharing-Communities
- Schlüsseltechnologie Wärmenetze
Diese thematische Vielfalt zeigte eindrucksvoll, wie breit die Herausforderungen in der Energietechnik gefächert sind – und wie wichtig es ist, verschiedene Expertisen zusammenzubringen.
Am Nachmittag folgten weitere parallele Sessions, die sich unter anderem mit Gebäudetechnik, Intelligentem Energiemanagement, Alternativen Wasserstofftechnologien, Digitalisierung in der Energietechnik, Energieeffizienz in der Industrie sowie Innovativen Anwendungen in der Kältetechnik befassten.
Gerade der Austausch über sektorübergreifende Lösungen wurde von vielen Teilnehmenden als besonders wertvoll hervorgehoben. Denn die Energiewende lässt sich nur gemeinsam gestalten – von der Industrie über Kommunen bis hin zu Forschungseinrichtungen.

Fach- und Posterausstellung – lebendige Innovationslandschaft
Während der Mittagspause bot die umfangreiche Fach- und Posterausstellung Gelegenheit, in direkten Austausch mit Forschenden, Unternehmen und Projekten zu treten.
Auch wir als Kompetenznetzwerk waren mit einem eigenen Stand in der Fachausstellung vertreten. Die zahlreichen interessanten Gespräche und der intensive Austausch mit den Teilnehmenden haben uns erneut gezeigt, wie wichtig unsere Arbeit für die regionale Energiezukunft ist.
Die ausgestellten Arbeiten – von energieeffizienten Produktionsprozessen über Wasserstoffanwendungen bis hin zu modernem Energiemanagement – spiegelten die hohe Innovationskraft der Region wider.

Zum Abschluss wurden traditionell die besten Beiträge ausgezeichnet:
- Bestes wissenschaftliche Poster: Tobias Roß (Hochschule Coburg)
- Bester wissenschaftlicher Vortrag: Onno Bremer (Universität Bayreuth)
Diese Anerkennungen sind nicht nur ein Zeichen wissenschaftlicher Exzellenz, sondern auch Ansporn für zukünftige Projekte, die wir als Kompetenznetzwerk unterstützen und begleiten.
Starker Impuls für Oberfranken – und weit darüber hinaus
Das Symposium fand in Kooperation mit der Technologie Allianz Oberfranken (TAO) statt und bildete zugleich den Abschluss des TAO-Themenjahres „Energiezukunft Oberfranken – regional, innovativ, wirtschaftlich“. Damit wurde einmal mehr deutlich, welchen Beitrag die Region zur nationalen Energie- und Klimastrategie leisten kann.
Für uns als Kompetenznetzwerk Wasser und Energie e.V. bestätigt sich damit: Die Bündelung regionaler Kompetenzen, die gemeinsame Entwicklung neuer Technologien und der interdisziplinäre Austausch sind zentrale Bausteine einer erfolgreichen Energiezukunft.
Kontakt
Kompetenznetzwerk Wasser und Energie e.V.
Luca Narr
E-Mail: luca.narr@wasser-energie.net
Website: www.wasser-energie.net



