Ende November 2025 fand die jährliche Mitgliederversammlung des Kompetenznetzwerks Wasser und Energie e.V. in Hof statt. Neben dem Rückblick auf das Jahr 2024 gab es auch Einblicke in die laufende Arbeit. Im Mittelpunkt stand deshalb die Vorstellung der laufenden Netzwerkarbeit.
Die Vorsitzende des Vorstandes, Frau Oberbürgermeisterin Eva Döhla, informierte über die aktuelle Personalsituation mit derzeit sechs Personen, die Abwicklung der Projekte und über die Vorstandsarbeit. Die Bilanz 2024 wurde vorgestellt und der Vorstand einstimmig entlastet. Dem Verein wurde eine hervorragende finanzielle Basis und Ertragslage bescheinigt.
Veranstaltungen und Aktivitäten
Ein Highlight des vergangenen Jahres war die Großexkursion zur Kläranlage Weißenburg, die mit ihrer vierten Reinigungsstufe auf besonderes Interesse stieß.

Ergänzend dazu fanden zwei weitere Netzwerkmeetings am ZET der Universität Bayreuth und bei der Firma Purus Plastics in Arzberg statt. Die Vereinsmitglieder konnten sich dabei jeweils intensiv austauschen.
Auch auf öffentlichen Veranstaltungen zeigte das Netzwerk Präsenz, so beim Energiesymposium 2024 an der Hochschule Hof als Mitveranstalter sowie beim Symposium zum World Water Day in Hof.
Um stärker das Thema Energie zu besetzen, trat das Netzwerk zum Wasserstoffbündnis Bayern bei und wurde zum Unterstützer im Team Energiewende Bayern offiziell ernannt. Beides eröffnet neue Kooperationsmöglichkeiten und stärkt die Verbindungen zu wichtigen Akteuren der Energie- und Wasserstoffbranche.
Bericht aus der Netzwerkarbeit 2024 und Ausblick auf 2025
Der operative Bericht aus der laufenden Netzwerkarbeit wurde von den Mitarbeiterinnen und dem Geschäftsleiter vorgestellt und stand im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung. Folgende Projekte wurden näher erläutert:
Abschluss von FöRLa II – Förderrichtlinie Landesentwicklung – Regionalmanagement
Das Projekt FöRLa II endete Ende 2024 und gliederte sich in drei Teilbereiche. Bei der Weiterentwicklung der regionalen Innovationskraft wurden Netzwerkmeetings, Großexkursionen und neue Forschungsprojekte wie SPORE, ITTQ oder AdBauWaSt initiiert. Bei der branchenspezifische Nachwuchssicherung veranstaltete das Netzwerk eine Schülerexkursion zu den Stadtwerken Hof mit dem Schwerpunkt Trinkwasseraufbereitung sowie die Aktion „Energie und Was(s)erleben“ im Landkreis Wunsiedel.

Die zielgruppenspezifische Vermarktung der regionalen Kompetenz wurde intensiv bearbeitet mit der Teilnahme am Energiesymposium der Hochschule Hof und am Symposium zum World Water Day. Eine umfangreiche Google Ads-Kampagne wurde ebenso realisiert.
Start von FöRLa III – Förderrichtlinie Landesentwicklung – Regionalmanagement III
Im Januar 2025 begann FöRLa III. Zu den Schwerpunkten zählen aktuell die Anbahnung von Projekten mit Partnern, die bereits zu mehreren Anträgen geführt hat, sowie die Organisation von Netzwerkmeetings, unter anderem im Landkreis Tirschenreuth (https://www.kreis-tir.de/ ), bei M&S Umweltprojekt GmbH in Plauen und bei der ZWT in Bayreuth.

Auch die Öffentlichkeitsarbeit steht 2025 weiter im Fokus: Das Netzwerk vertrat die Kompetenzregion beim DVGW-Wassertreff in Hof, beim Hofer Herbstmarkt und beim Energiesymposium 2025. Zudem startete eine LinkedIn-Kampagne zur Stärkung der Sichtbarkeit des Kompetenzregion Hochfranken. Geplant sind weitere Schülerexkursionen, ein Projektseminar, ein Start-up-Ideenwettbewerb und das neu eingeführte Innovationscafé, das erstmals im Dezember stattfand.
ITTQ – Ingenieur-Technische Transfer-Qualifizierung für die bayerische Wasserwirtschaft
Gemeinsam mit der Hochschule Hof wurde das Projekt ITTQ abgeschlossen. Ziel war es, Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund berufliche Perspektiven in der Wasserbranche zu eröffnen. Insgesamt nahmen 43 Personen in zwei Durchläufen teil. Das Kompetenznetzwerk übernahm die Vermittlung und Betreuung von Praktikumsplätzen, während die Hochschule die Qualifizierungsmaßnahmen durchführte.
ReWaMem – Recycling von Wäschereiabwasser zur Wiederverwendung des Abwassers mittels keramischer Nanofiltration
Ebenfalls im Sommer 2024 endete das Projekt ReWaMem, das in Kooperation mit mehreren Partnern wie dem Fraunhofer IKTS, Rauschert, ZAE Bayern, E.S.C.H., Hochschule Hof sowie der CHMS Rödental durchgeführt wurde. Durch keramische Nanofiltration konnten die Abwasserströme um 20 % reduziert und Brauchwasser wiederverwendet werden.

SPORE – Schwammstadtlösungen für Oberfranken
Das Projekt SPORE, ein Kooperationsprojekt des Netzwerkes mit der Hochschule Hof, u.a. auch gefördert von der Wilo-Stiftung, entwickelte nachhaltige Wassermanagementlösungen nach dem Schwammprinzip in der Region Hochfranken/Oberfranken. Dabei sollten innovative und nachhaltige Wassermanagementlösungen auf Basis des Schwammprinzips entwickelt werden. Umfangreiche Befragungen zu Betroffenheiten und Einschätzung von Maßnahmen standen ebenso auf dem Programm wie dazu vertiefende Workshops bei Landwirten, Kommunen, Ver- und Entsorgern und Waldbesitzern. Modellprojekte und die Grundlage für das neu gegründete Kompetenz- und Transferzentrum Schwammstadt/-region an der Hochschule Hof wurden geschaffen. Die Ergebnisse wirken dauerhaft weiter.
Ausblick: Neues Projekt AdBauWaSt – Adaptierte Bauleitplanung für ein wassersensibles Stadtquartier
Zum Abschluss wurde das im Frühjahr 2025 gestartete Forschungsprojekt AdBauWaSt vorgestellt. Ziel ist die Entwicklung einer wassersensiblen Stadtquartiersplanung für die Stadt Hof. Das Projekt wird in Kooperation mit der Hochschule Hof und der M&S Umweltprojekt GmbH bearbeitet, hat 2,5 Jahre Laufzeit und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert. Weitere Informationen werden fortlaufend auf der Projektwebsite veröffentlicht. Netzwerk und Hochschule arbeiten schon länger an dem Thema Schwammstadt und -region, ausgehend vom Projekt Spore. Auf dieser Basis hat das Netzwerk als Konsortialführer im Spätsommer 2024 das Institut für nachhaltige Wassersysteme (inwa) der Hochschule Hof und M&S Umweltprojekt GmbH als Konsortialpartner gewinnen können. Unter zahlreichen Bewerbungen wurde die gemeinsame Projektskizze zur Umsetzung ausgewählt und als Pilotprojekt deklariert.

Organisatorische Punkte und geselliger Ausklang
Zum Abschluss der Versammlung wurden organisatorische Themen wie die Vorschau auf die Geschäftsjahre 2025 und 2026 sowie der Kassenprüfbericht behandelt. Nach einer kurzen Diskussionsrunde endete die offizielle Mitgliederversammlung. Beim anschließenden Get-together konnten sich die Teilnehmenden bei Speisen und Getränken austauschen und vernetzen.
Insgesamt zeigte die Mitgliederversammlung, dass das Kompetenznetzwerk Wasser und Energie e.V. derzeit einen sehr erfolgreichen Weg beschreitet und wichtiger Bestandteil der regionalen Kompetenz bei Wasser, Energie und Umwelt ist. Die Forschungs- und Umsetzungsprojekte binden die Mitglieder mit ein und schaffen einen Mehrwert für die gesamte Region.
Kontakt
Kompetenznetzwerk Wasser und Energie e.V.
Geschäftsleitung
Walter Friedl
Tel.: 09281/8151305
E-Mail: walter.friedl@stadt-hof.de





