Energiesymposium

Energiesymposium des Kompetenznetzwerks Wasser und Energie e.V. in Hof

Spannende Themen versprach bereits die Einladung des Kompetenznetzwerks Wasser und Energie e.V. zum dritten Energiesymposium in Hof, welches Ende November 2022 in der Freiheitshalle stattfand. Die Oberbürgermeisterin der Stadt Hof, Eva Döhla, und der Netzwerkmanager Wasser und Energie und dritter Bürgermeister, Sebastian Auer, begrüßten die ca. 80 Veranstaltungsteilnehmer. Auer erinnerte an die Stärken der Region in den Bereichen Wasser und Energie, die hier durch „hidden champions“ der Wasser- und Energiebrache vertreten waren. Er betonte aber auch, dass eine bundesländerübergreifende Zusammenarbeit stets ein wichtiges Erfolgsrezept für das Wachstum des Netzwerkes gewesen sei und sich aus diesem Grund die Mitglieder vom Süden Bayerns über Sachsen und Thüringen erstrecken. Es wurde auch bemerkt, dass im Auditorium von erfahrenen Treibern der Energiewende in der Region mit mehr als 40 Jahren Einsatz bis zu den Schülern der Technikerklasse der Berufsschule Hof „die zukünftigen Gestalter der Energiewende“ vertreten waren.

Döhla betonte die neuen und alten Herausforderungen der Energiewende, die nicht erst seit dem Krieg in der Ukraine und der damit verbundenen Energiekrise wachsen, und sich auch die Städte immer stärker mit Themen wie Blackout oder Gasmangellage beschäftigen müssen.

Mit einem Impulsvortag zum Thema Photovoltaik und Erdwärme begann der erste Block der Veranstaltung, welcher vor allem technische Themen behandelte. Die Referenten Peter Swoboda und Klaus Bücherl machten deutlich, welche Vorteile diese regenerativen Energiesysteme mit sich bringen und wie dadurch fossile Energieträger kompensiert werden können. Dr. Stratis Tapanlis zeigte im Anschluss Lösungen auf, wie Sonnenenergie durch Photovoltaik mit intelligenten Ladelösungen im Gewerbe besser genutzt werden kann. Speziell entwickelte Energiemanagement- Systeme für Gewerbebetriebe machen die Nutzung von Sonnenstrom noch wirtschaftlicher.

Dr. Andy Gradel stellte im Anschluss Industrieprojekte vor, bei denen fossile Energieträger komplett durch regenerative Energieträger kompensiert werden konnten. Dabei durften die Teilnehmenden selbst Vorschläge einbringen, wie die einzelnen Energieträger – Strom, Wärme und Kältetechnik – regenerativ zu ersetzen sind. Im Ergebnis benötigt jedes Projekt Ingenieure und Techniker, welche spezielle Einzelfalllösungen realisieren können. Das Bayerische Zentrum für angewandte Energieforschung unter Leitung von Christoph Stegner gab tiefe Einblicke, welche konkreten Maßnahmen nötig sind, um gewerbliche Gebäude energetisch zu optimieren. Dabei wird auch auf unkonventionelle Ideen zurückgegriffen und bspw. ein Kellerraum als Warmwasserspeicher genutzt.

Den Nachmittag eröffnete der Geschäftsführer der Stadtwerke Hof, Jean Petrahn, mit einem klaren Appell, die Energiewende für die regionale Energieversorgung zu nutzen. Der Energiebeauftragte Uwe Hergert zeigte im Anschluss den aktuellen Stand des Energie- und Klimaschutzes im Vogtlandkreis auf. Auch dieser Landkreis ist daran interessiert, die regionale Wertschöpfung der Energieerzeugung von aktuell nur 5 % zu erhöhen.

Der technische Leiter der Stadtwerker Oelsnitz, Markus Hausmann, stellte den Teilnehmenden die aktuellen Maßnahmen vor, um die Gasversorgung zu sichern. Die Richtlinie des Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) regelt dabei die Organisation und das Krisenmanagement. Abschließend gab Gerhard Meindl einen tiefen Einblick in den WUNsiedler Weg. Die Wunsiedler Stadtwerke haben es geschafft, ein ganzheitliches Energiekonzept in ihrem Landkreis zu etablieren. Neben der Erzeugung von regenerativer Energie ist auch die Speicherung von erneuerbaren Energien und die Energieeffizienz eine wesentliche Säule des gesamtheitlichen Konzepts.

Insgesamt war das Energiesymposium ein voller Erfolg. Nicht nur technische Inhalte wurden sehr ausführlich vorgestellt, sondern auch die mögliche Umsetzung aufgezeigt. Nebenbei konnten wichtige Kontakte geknüpft werden und die Teilnehmenden aus den verschiedensten Fachbereichen konnten sich austauschen sowie voneinander profitieren.

Und das war 2021...

Am 04. Februar 2021 fand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wasser- und Energiemanagement (iwe) der Hochschule Hof unser erstes Energiesymposium zum Thema „Energieeffizienz in der Industrie“ statt.

Energieeffizienz in der Industrie, Klimawandel, CO2-Steuer, Ökobilanz, Treibhausgasminderungspotenzial. Begriffe, die vor wenigen Jahrzehnten noch exotisch erschienen, dominieren heute unseren Arbeitsalltag. Besonders die Industrie steht in der heutigen Gesellschaft in der Verantwortung, schnell und effizient zu handeln, um europäische und globale Ziele zum Klimaschutz erreichen zu können.

Das Kompetenznetzwerk Wasser und Energie e.V. und das Institut für Wasser- und Energiemanagement der Hochschule Hof luden deshalb ein, moderne Methoden zur Steigerung der Energieeffizienz in Industrieunternehmen und Erfahrungen aus bereits umgesetzten Projekten auf dem Energiesymposium vorzustellen und zu diskutieren.

Akteure aus Industrie und Wissenschaft stellten Möglichkeiten und Projekte vor, Anreize für die Umsetzung im eigenen Betrieb zu geben und durch Austausch und Diskussion neue Ideen zu kreieren, um diese Herausforderungen zu meistern.