Wilo weiht nachhaltiges Energiekonzept am Standort Hof offiziell ein

Wilo weiht nachhaltiges Energiekonzept am Standort Hof offiziell ein

ERGEBNISSE:

100 % Wärmeversorgung aus nachwachsenden Rohstoffen
-> Scope 1 Emissionen aus Öl und Gas konnten vollständig reduziert werden

60 % Stromversorgung aus erneuerbarer Energie (Biogas, Photovoltaik) Leuchtturmprojekt für Industrie, Region und Klimaschutz

Abb. 1: Feierstunde zum Abschluss des Leuchtturm-Projektes Fernwärme bei Wilo in Hof mit Gästen aus Politik und Region; Thomas Lang stellte am 29.05.2026 das Projekt und die erreichten Ergebnisse vor

Energiezukunft in Hof

Mit der offiziellen Einweihung eines neuen Energiekonzepts in Hof treibt die Wilo Group die nachhaltige Weiterentwicklung ihrer Standorte voran. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Landwirtschaft aus der Region hat der Wassertechnologiekonzern die erfolgreiche Umsetzung eines Projekts gefeiert, das Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung miteinander verbindet.

Mit dem erfolgreichen Ausbau des nachhaltigen Energiekonzepts am Standort Hof setzt Wilo ein starkes Zeichen für eine zukunftsfähige Industrieproduktion und zeigt, wie regionale Partnerschaften, technische Innovationskraft und ein klarer Fokus auf Klimaschutz zusammenwirken. Gleichzeitig macht das Projekt deutlich, dass nachhaltige Transformation nicht abstrakt bleiben muss, sondern ganz konkret dort beginnt, wo Unternehmen Verantwortung für ihre Standorte, ihre Prozesse und ihr Umfeld übernehmen.

Technische Umsetzung Schritt für Schritt

Der Umsetzung des Projekts ging eine Machbarkeitsstudie durch die Hochschule voraus. Nach einem symbolischen Spatenstich 2023 wurde das Fernwärmenetz baulich realisiert. Entstanden ist eine rund 1,3 Kilometer lange Fernwärmetrasse und neue Infrastruktur zur Stromversorgung. Zudem waren umfangreiche Anpassungen innerhalb der Produktions- und Gebäudetechnik notwendig.

Für das Projekt kooperiert Wilo eng mit zwei landwirtschaftlichen Betrieben aus der direkten Nachbarschaft. Das Besondere daran: Die Wärme stammt aus Quellen, die direkt in regionale Kreisläufe eingebunden sind. Die Biogasanlage auf einem Hof im Südwesten des Werks wird mit Gülle betrieben. Die Hackschnitzelheizung auf einem nördlich gelegenen Hof greift auf Holzreste aus der Wilo-Produktion zurück, die zu Hackschnitzeln weiterverarbeitet werden – jährlich rund 300 Tonnen. So entsteht ein geschlossener und ressourcenschonender Ansatz, der nicht nur den Energiebezug neu organisiert, sondern auch vorhandene Materialien sinnvoll einbindet. Dass die Realisierung während der laufenden Produktion erfolgen konnte, unterstreicht die hohe planerische und technische Qualität des Projekts.

Abb. 2: Landwirtschaftlicher Betrieb Wolfrum baut Hackschnitzelheizung – eine Anlage mit 2 x 450kW inkl. Hacker und Heizhaus
Abb. 3: Auf dem Hof der Biogasanlage, bei Familie Emtmann, von links: Norbert Emtmann, Thomas Lang / Standortleitung bei Wilo in Hof

Messbare Ergebnisse für Klima und Standort durch Nachhaltigkeit mit regionaler Wirkung

Die Ergebnisse sind deutlich sichtbar. Die Wärmeversorgung des Standorts erfolgt heute vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen, wodurch Scope-1/2 -Emissionen aus Öl und Gas konsequent reduziert werden. Der bisherige Heizölbedarf – rund 179.000 Liter jährlich – entfällt. Hinzu kommt ein steigender Anteil erneuerbarer Stromversorgung, unter anderem investierte man in Photovoltaikanlagen und ergänzte biogen erzeugten Strom. Das Projekt verbindet damit mehrere Ziele: die Reduktion fossiler Energieträger, die Stabilisierung der Energieversorgung und die Stärkung regionaler Wertschöpfung. Besonders relevant ist dabei, dass die Lösung nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch standortnah, praxisorientiert und resilient ist. Die Energie wird dort bereitgestellt, wo sie gebraucht wird – mit kurzen Wegen, regionalen Partnern und einem klaren Nutzen für Werk, Umwelt und Region.

Abb. 4: Blick auf die zwei landwirtschaftlichen Betriebe nahe dem Wilo Werk

Im Rahmen der Einweihung am 29.05.2026 ordnete Georg Weber, Global CTO der Wilo Group, das Projekt in die globale Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns ein. Standortleiter Thomas Lang stellte die Projektergebnisse sowie die technische Umsetzung vor. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Region erfolgte die symbolische Inbetriebnahme der neuen Energieversorgung.

Abb. 5: Feierliche Inbetriebnahme des begrünten Wilo Logos anlässlich zum Abschluss des Leuchtturmprojektes Fernwärme bei Wilo in Hof. Angefertigt und bepflanzt wurde das Logo von den Auszubildenden

Kennzahlen auf einen Blick

BereichWert / Information
Wärmeversorgung100 % aus nachwachsenden Rohstoffen
StromversorgungRund 60 % aus erneuerbaren Energien
FernwärmetrasseCa. 1,3 Kilometer Länge
Holzreste für HackschnitzelRund 300 Tonnen pro Jahr
CO₂-Reduktionca. 1.600 Tonnen* jährlich

* Die ausgewiesene CO₂-Einsparung basiert auf einer Machbarkeitsstudie für den Berechnungszeitraum 2019 bis 2022 und vergleicht die heutige Versorgung mit einer konventionellen fossilen Energieversorgung. Sie bildete den Ausgangspunkt für die kontinuierliche Reduzierung der Emissionen aus Scope 1 und Scope 2.

Über Wilo:

Wilo ist ein Pionier für nachhaltige und intelligente Premium-Wassertechnologie zur Bewältigung globaler Herausforderungen – mit Impact für alle. Der Taktgeber unseres Handelns ist Wilos Group Strategy und ihre zentralen Wirkbereiche Creating, Caring, Connecting. Rund 9.000 Mitarbeitende weltweit arbeiten jeden Tag an Innovationen mit einem klaren Ziel: die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. In der Gebäudetechnik, der Wasserwirtschaft und der Industrie bewegen, behandeln und steuern wir die wichtigste Ressource unseres Planeten. Seit mehr als 150 Jahren denken wir voraus – und gestalten heute als Vorreiter unserer Branche das Digitale & KI-Zeitalter. Wir nennen das: Pioneering for You.

Mehr Informationen unter www.wilo.com.

Kontakt

Mirjam Kaiser
WILO SE, Werk Hof
T +49 9281 974 383
mirjam.kaiser@wilo.com

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